JawBuddy
JawBuddy ist eine digitale Selbsttherapie-App, die Menschen mit Zähneknirschen (Bruxismus) durch evidenzbasierte Übungen, Stressmanagement und AR-gestütztes Feedback hilft, Kiefer- und Kopfschmerzen langfristig zu reduzieren.
Leon und Moritz sind beide selbst von CMD betroffen – einer chronischen Kieferfunktionsstörung, die häufig durch nächtliches Zähneknirschen entsteht. Während Moritz als Physiotherapeut in seiner Forschung untersuchte, wie digitale Anwendungen Patient:innen bei der korrekten Durchführung von Übungen unterstützen können, erlebte Leon als Betroffener den Frust über das Fehlen wirksamer, langfristiger Lösungen.
Diese persönliche Erfahrung führte zur Idee, eine digitale Selbsttherapie-App zu entwickeln, die Betroffene strukturiert anleitet und motiviert.
Mit dem Einstieg von Christian, Zahnarzt und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg, kam medizinische Expertise direkt aus der Praxis hinzu. Benjamin übernahm als Cyber-Security-Experte und Full-Stack-Entwickler die technische Umsetzung. So entstand KauSchlau, die erste App, die wissenschaftlich fundierte Physiotherapie, AR-Technologie und digitales Coaching zu einer personalisierten Selbsttherapie verbindet.
Was war eure größte Herausforderung bisher?
Unsere größte Herausforderung war es, die Balance zwischen Produktentwicklung, Finanzierung und regulatorischen Anforderungen zu finden.
Wir bewegen uns im medizinischen Umfeld, das heißt, wir müssen höchste Standards in Datenschutz, klinischer Validierung und Qualitätssicherung erfüllen. Gleichzeitig arbeiten wir mit begrenzten Ressourcen und einem engen Zeitplan bis zur Markteinführung. Einen klaren Fahrplan trotz dieser Komplexität zu halten, war definitiv die größte organisatorische und mentale Herausforderung.
Eure Tipps für Gründerinnen und Gründer
Früher mit Nutzer:innen sprechen!
Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, schon in einer sehr frühen Phase Feedback von potenziellen Anwender:innen einzuholen, auch wenn das Produkt noch nicht perfekt ist. Ein weiterer Punkt: Keine Angst vor frühen, unvollständigen Prototypen. Je früher man testet, desto gezielter kann man nachsteuern.
Und: Das richtige Team ist alles. Unsere interdisziplinäre Kombination aus Physiotherapie, Zahnmedizin, Softwareentwicklung und Management ist der Schlüssel, um ein so komplexes Thema wirklich ganzheitlich anzugehen.
Wie geht es weiter?
Unser EXIST-Gründerstipendium läuft von Oktober 2025 bis September 2026. In dieser Zeit konzentrieren wir uns auf die klinische Validierung und den Markteintritt in Deutschland.
Langfristig möchten wir KauSchlau als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) im Bereich Digital Health / eHealth / Zahnmedizin etablieren und so Millionen Menschen helfen, die täglich unter Kiefer- und Kopfschmerzen durch Bruxismus leiden.