Juratia
Fristen aus juristischen Poststücken auszulesen und daraus die richtigen Aufgaben abzuleiten ist ein kleinteiliger, fehleranfälliger und langwieriger Prozess und gleichzeitig einer der kritischsten im Kanzleialltag. Juratia automatisiert diesen Schritt. KI-gestützt werden Fristen, Aktenbezüge und Aufgaben schon bei Eingang erkannt, strukturiert ausgewertet und in den Workflow der Kanzlei übergeben.Zufriedenheit im Team nachhaltig steigert.
Im Kanzleialltag ist das Fristenmanagement oft kleinteilig, fehleranfällig und zeitintensiv. Für Chiara Pauly war das mehr als eine Beobachtung: Als gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte hat sie jeden Tag mit der Problematik zu kämpfen und weiß aus eigener Erfahrung, wie kritisch dieser Prozess ist und welche Folgen ein übersehenes Datum haben kann. Diese Schilderungen wurden zum Ausgangspunkt: Im IDEA-Seminar an der HdM untersuchte Chiara das Problem erstmals systematisch. Gemeinsam mit Jann vertiefte sie es anschließend in ihrer Masterarbeit im Bereich User Experience Design und sie entwickelten gemeinsam einen nutzerzentrierten Ansatz für das Fristenmanagement in Kanzleien. In dieser Zeit haben sie sich auch für das EXIST-Stipendium beworben, zusammen mit Niklas, der die Forschung nun in seiner Masterarbeit im Bereich Computer Science and Media technisch weiterführt.
Was war die größte Herausforderung bisher?
Die größte Herausforderung bestand darin, die Masterarbeit und das Ideenpapier zeitlich miteinander zu vereinbaren. Dicht gefolgt von der Beschaffung der Letter of Intent: Zusagen, die kurz vor der endgültigen Bestätigung wieder zurückgezogen wurden, ausbleibende Rückmeldungen und eine Vielzahl von Telefonaten, bei denen man sich phasenweise fühlt, als würde man den Ansprechpartner*innen schrecklich auf die Nerven gehen. Spoiler: tut man meistens nicht, sie haben nur sehr viel zu tun.
Eure Tipps für Gründerinnen und Gründer
Rückblickend würden wir deutlich früher mit dem Sammeln von Letter of Intents beginnen, da die Abstimmung mit Kanzleien oft viel Zeit braucht. Genauso wichtig: von Anfang an als Team arbeiten und früh miteinander kommunizieren wie man arbeiten will. Dabei haben uns Fragebögen wie „36 Questions to Fall in Love with Your Co-Founder" von Antler sehr geholfen, ebenso wie die eigene Reflexion, etwa wie man arbeiten möchte und welche Erwartungen man an sich selbst und die anderen Teammitglieder hat.