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exist Women Stipendiatin

Hannah Zink

Aktuell ist der Markt für Wassermessung stark fragmentiert: Es gibt ausführliche Labortests, die jedoch nur im professionellen Kontext von Fachpersonal durchgeführt werden können. Auf der anderen Seite stehen mobile Testgeräte, die auf sehr spezifische Anwendungsbereiche beschränkt sind – wie beispielsweise Pooltester. Um gezielte Verunreinigungen wie Schwermetalle oder Mikroorganismen nachzuweisen, kommen meist Einweg-Teststreifen zum Einsatz. Diese sind jedoch weder nachhaltig noch flexibel, da sie nach einmaliger Nutzung entsorgt werden müssen und immer nur einen einzigen Parameter isoliert betrachten.

Unser Gerät bricht mit diesen Einschränkungen: Es testet die Wasserqualität im Allgemeinen, indem es simultan Messungen von Leitfähigkeit, Redox-Potential, Dichte, Trübheit und Absorption durchführt. Das entscheidende Alleinstellungsmerkmal liegt in der Software-Intelligenz: Eine integrierte KI nutzt die erfassten Messwerte als Input für eine präzise Gesamtanalyse. Dabei gleicht sie nicht nur starre Grenzwerte ab, sondern versteht und bewertet die komplexen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Parametern, auf die Verunreinigungen Einfluss haben. Die Daten werden via Bluetooth an das Smartphone der Nutzer:innen übertragen, dort in Echtzeit ausgewertet und in der zugehörigen App übersichtlich über ein intuitives Ampelsystem dargestellt.

Was sind aktuell deine größten Herausforderungen?

Aktuell stehen wir vor Herausforderungen auf sowohl technischer als auch organisatorischer Ebene. Die kontinuierliche Entwicklung des Hardware-Prototyps, der mobilen App und des KI-Modells bringt fortlaufende Kosten für Infrastruktur, Dienste und Lizenzen mit sich, die wir regelmäßig decken müssen.

Während ich mich in den vergangenen Monaten intensiv in die technischen Details der App-Programmierung und KI-Entwicklung eingearbeitet habe, liegt eine ganz andere, persönliche Herausforderung in meiner Rolle als Führungskraft. In unserem kleinen Team gilt es, selbstbewusst Entscheidungen zu treffen, Aufgaben strategisch zu verteilen, Entwicklungs-Tickets zu schreiben und Meetings zielführend zu leiten. Da diese Leadership-Kompetenzen im klassischen Studium oft zu kurz kommen, sehe ich in EXIST-Women eine großartige Gelegenheit, genau in diesem Bereich zu wachsen.

Was ist dein Ziel für die EXIST-Women-Laufzeit?

Während der Laufzeit des EXIST-Women-Programms möchte ich lernen, wie man Teams erfolgreich anleitet, kollaborativ inspiriert und gemeinsame Meilensteine effektiv umsetzt. Ich freue mich darauf, im Rahmen des Programms starke, inspirierende Gründerinnen kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gegenseitig von den jeweiligen Herausforderungen und Stärken zu profitieren.

Neben meiner persönlichen Weiterentwicklung steht die technische Reifung unseres Projekts im Fokus, da wir uns noch in einer frühen Phase befinden. Ich werde die Zeit nutzen, um meine Verantwortungsbereiche – die App-Entwicklung und die nahtlose Integration der KI – konsequent voranzutreiben und den Prototypen auf das nächste Level zu heben.